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Ulla Gahn Unter Strom
Im PENDO-Verlag erschienen: Ulla Gahns Buch "Unter Strom"!
Auf häufiges Nachfragen hin befindet sich im Buch auch ein Fachteil, sozusagen eine Ökostrom Wechselparty zum Mitnehmen. Das Werk kann direkt beim Pendo-Verlag bestellt werden.

Was ist Ökostrom?

Ökostrom wird aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse erzeugt, aus Erneuerbaren (regenerativen) Energien, deren Rohstoffbasis sich erneuert oder natürlicherweise zur Verfügung – im Gegensatz zu Strom aus Atomkraft Kohle oder Öl.

Zum Ökostrom gehört auch die Erdwärme, die sich zur Stromgewinnung nutzen lässt (ist beispielsweise in Island die wichtigste Stromquelle). Die damit verbundene Technik nennt man Geothermie. Sogenannte Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf Erdgasbasis produzieren ebenfalls sauberen Strom.

Ökostrom kommt durch das normale Stromnetz ins Haus. Es werden die vorhandenen Übertragungsleitungen und Stromzähler genutzt.

 

Zu den einzelnen Erneuerbaren Energienquellen:

 

Wasser

Bei den Wasserkraftwerken wird die mechanische Energie des Wassers in elektrischen Strom umgewandelt. In vorindustrieller Zeit wurde die Kraft des Wassers bereits zum Antrieb von Mühlen und Sägewerken genutzt, heute dient sie fast ausschließlich zur Erzeugung elektrischer Energie. Sie sind also in Deutschland die älteste Form, grünen Strom herzustellen. Die Möglichkeiten, hierzulande Wasserkraft zu erzeugen, sind zu 90 Prozent ausgeschöpft. Das heißt: Die Flüsse, an denen es sinnvoll und umweltverträglich war, ein Wasserkraftwerk aufzustellen, haben bereits ein solches. Es gibt aber noch Optimierungsmöglichkeiten durch Effizienzsteigerung. Weltweit stellt die Wasserkraft 16 Prozent der Stromerzeugung und liegt so fast gleich mit der Kernkraft.

 

Wind

Die Windenergie ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Bestandteil des deutschen Energieversorgungssystems geworden, sie ist die am kräftigsten wachsende Branche der Erneuerbaren Energien. Die seit 1995 installierte Windkraftleistung hat sich bis heute verfünffacht. Ende des Jahres 2006 standen laut Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Deutschland 18 685 Windräder mit einer Leistung von rund 20 600 Megawatt zur Stromerzeugung bereit, insgesamt lag die Stromerzeugung durch Windkraft 2006 bei 30,5 Milliarden Kilowattstunden. Durch Repowering, also durch Ersetzen älterer, bereits bestehender Windräder oder durch den Einbau neuer leistungsfähiger Generatoren, kann Effizienz zusätzlich gesteigert werde, auch von Windparks auf See. Vögel kommen durch die Rotoren nicht zu Schaden, und zu Wanderfreunden, die die Windräder hässlich finden, pflege ich zu sagen: „Würden Sie lieber durch einen Braunkohletagebau wandern oder neben einem AKW wohnen?“

 

Sonne

Sonnen- oder Solarenergie bezeichnet die von der Sonne erzeugte Energie. Die Nutzung der Sonnenenergie hat das Potenzial, die herkömmlichen Energiequellen zu ersetzen.

Solarenergie ist sehr beliebt. Inzwischen haben viele Menschen sogar schon ihre eigene Anlage auf dem Dach. Bei dieser Energieform muss man unterscheiden zwischen Photovoltaik-Anlagen – hier wird Strom erzeugt – und solarthermischen Anlagen, hier wird warmes Wasser zum Duschen oder für die Heizung erzeugt. In Spanien müssen inzwischen per Gesetz alle Neubauten mit solchen Anlagen ausgerüstet werden.

Besonders interessant ist die Solarenergie sogenannter Rinnenkraftwerken, die in den USA beispielsweise seit den Achtzigerjahren im Einsatz sind. Hier werden das Sonnenlicht spiegelnde Rinnen aufgestellt, die am Brennpunkt eine Ölleitung führen. Das von der Sonne aufgeheizte Öl kann gespeichert werden, und man kann dann mittels Dampfturbine nach Bedarf Strom herstellen. Solche Kraftwerke sind fast doppelt so leistungsfähig wie unsere heimischen Photovoltaikanlagen und nur halb so teuer.

 

Biomasse

Unter Biomasse sind alle Arten von Pflanzen, die auch zur Energiegewinnung angebaut werden können, sowie pflanzliche und tierische Reststoffe zu verstehen, also vom Kuhmist bis zur Holzspäne. Daraus lassen sich in einem Biomasse-Kraftwerk beispielsweise mittels Vergärung feste, flüssige und gasförmige Energieträger gewinnen. Obwohl hier geringfügig CO2 entsteht, ist dies nicht mehr, als die Pflanzen in ihrem Leben aufgenommen haben. (Pflanzen nehmen durch Photosynthese Kohlenstoff auf und speichern es.)

Biomasse-Kraftwerke sind steuerbar in ihrer Stromlieferung. Das ist besonders wichtig, weil die alten Atomstromanbieter oftmals darauf verweisen, dass die Spitzenbelastungszeiten, also mittags, wenn in ganz Deutschland die Küchenherde angestellt werden, von Erneuerbaren Energien nicht getragen werden könnten.

Biomasse-Kraftwerke machen besonders viel Sinn, wenn sie in der Nähe von Wohngebieten stehen, dann kann nämlich auch noch die Abwärme genutzt werden. In der Größe sind diese Kraftwerke beschränkt. Wenn die Rohstoffe zu weit angeliefert werden müssen, wird es unrentabel. Die intensive Nutzung (Verbrennung) von Getreide wird aus ethischen Gründen kontrovers diskutiert, verheizt man doch hier das Frühstück.

 

KWK

In einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) wird Erdgas über Gasturbinen in Strom umgewandelt, hierbei entsteht noch geringfügig CO2. Aber das Besondere bei einer solchen Anlage besteht darin, dass die Abwärme des Verbrennungsvorgangs nicht im Kühlturm verpufft, sondern beispielsweise in Nah- oder Fernwärmenetzen zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung benutzt wird. Das hat damit zu tun, dass der Kern einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage meist aus einem Verbrennungsmotor besteht, der einen Generator antreibt. So entsteht neben Strom auch Wärme. Es lohnt ein Blick auf den prozentualen Anteil von Primärenergienutzung: bei Atomstrom sind es 35 Prozent, bei einer KWK bis zu 90 Prozent.

 

Geothermie

Dies ist eine Technologie, die, obwohl sie sich zum Beispiel im Wohnungsbau bereits bewährt hat, immer noch sehr unbekannt ist. Ausgangsbasis ist die Tatsache, dass die Erde immer wärmer wird, je tiefer man bohrt. Wenn man also Wasser, bevor man es heizt, mittels Pumpen, die durch das Erdreich laufen, vorwärmt, kann eine Menge Energie eingespart werden und damit auch der CO2-Ausstoß. Fachleute schätzen, dass Geothermie für einen ausgewogenen Energiemix bei der zukünftigen Stromversorgung sehr wichtig sein wird.



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